Sebastian

Ruhestörung: Wenn Nachbarn Nerven kosten

Jeder hat es sicherlich schon mal erlebt oder aus dem Bekanntenkreis gehört: Ruhestörung. Wenn man selbst ungewollt mitten in der Nacht zum Partygast des Nachbarn wird, dann kann das reichlich den eigenen Geduldsfaden strapazieren. Oder wenn man selbst regelmäßig dem Ehestreit beiwohnen muss. Es gibt zahlreiche Gründe, die zu einer Ruhestörung führen können. Doch hinnehmen muss man dies nicht. Ich habe mir mal die wichtigsten Gründe angeschaut, die zu einer Ruhestörung führen können und dazu auch mit unserem Partneranwalt Kai Solmecke gesprochen.

Ab wann muss ich Ruhezeiten einhalten?

„Grundsätzlich gilt die sogenannte Nachtruhe von 22.00 bis morgens 6.00 Uhr“, weiß Kai Solmecke. Das bedeutet, dass innerhalb dieser Zeitspanne jegliche Lautstärke, die zu einer Ruhestörung führen könnte, auf Zimmerlautstärke herunterreduziert werden muss. Die Frage ist nur, wie laut ist denn Zimmerlautstärke? Ich behaupte mal, dass nicht jeder ein Dezibel-Messgerät zu Hause liegen hat. „Als Richtwert für die Zimmerlautstärke gilt, dass Geräusche nicht oder nur sehr schwach nach außen hin durch verschlossene Türen wahrnehmbar sind“, sagt Kai Solmecke. Neben der Nachtruhe existiert noch die Mittagsruhe.  „Zur Mittagsruhe gibt es keine bundeseinheitliche Regelung“, meint Kai Solmecke. Bezogen auf die Mittagsruhe innerhalb der Mietparteien können sich Hinweise auf die Zeiten in der Hausordnung finden lassen.

Bei Ruhestörung kann die Polizei klingeln

Ausgeschweifte Partys oder Feiern im Mietshaus können problematisch werden. Grillen auf dem Balkon bis tief in die Nacht, kann eben so zu  einem Ruheproblem führen. „Sofern sich ein Nachbar in seiner Ruhe gestört fühlt, kann dieser natürlich die Polizei verständigen. Es handelt sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit, die im schlimmsten Fall mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld geahndet werden kann“, sagt Kai Solmecke.  Wenn du dich also bei deinem Nachbar netterweise beschwerst, so sollte er deiner Bitte auch nachkommen, denn es kann unter Umständen dann für ihn teuer werden.  Anders kann es allerdings aussehen, wenn deine Nachbarn ein gesellschaftliches Ereignis feiern. Bei wichtigen Sportereignissen können die Zeiten, in denen eine Ruhestörung eintreten könnte, variieren. Selbstverständlich gilt dies auch für Silvester. Habt ihr einen zu lauten Nachbarn, dann geht wie folgt vor:

Geht freundlich auf den Ruhestörer zu und bittet ihn die Ruhestörung in Zukunft zu unterbinden. Wenn dies nichts nützt, ruft beim nächsten Mal die Polizei. Diese ermahnt den Ruhestörer. Sollte die Polizei allerdings mehrmals ausrücken müssen, so kann sie eigenmächtig die Lärmquelle einziehen. Wenn dein Nachbar also zu laut Musik/Heavy Metal hört, kann die Anlage einkassiert werden. Eskaliert die Situation weiter, so droht das genannte Bußgeld. Trotz deiner Rechte – achte darauf, dass du das Verhältnis zu deinem Nachbar nicht unnötig belastet. Wer die Polizei „auf den Hals“ gehetzt bekommt, ist nicht unbedingt dankbar dafür. Wäge also ab, ob du die Ruhestörung nicht selbst durch Gespräche eingedämmt bekommst und ob es sich da um Bagatelle handelt.

Muss ich die Ruhestörung dem Vermieter melden?

Ruhestörung durch musizieren

Eine Ruhestörung durch laute Nachbarn muss niemand hinnehmen

Neben der Polizei kann auch der Vermieter als Druckmittel eingesetzt werden. Wenn dein Nachbar also laufend deine Ruhe stört, dann kannst du dies deinem Vermieter mitteilen. „Eine Lärmbelästigung durch einen Nachbarn, kann den Mieter dazu berechtigen, seine Miete zu kürzen“, sagt Kai Solmecke. Das ist vor allen Dingen beispielsweise der Fall, wenn sich ein Ehepaar innerhalb der Ruhezeiten laut streitet. Der Vermieter hätte hier sogar einen Kündigungsgrund, wenn das Ehepaar nicht leiser streitet. „Wer wegen einer Ruhestörung die Miete mindern möchte, der sollte regelmäßig die Ruhestörung schriftlich dokumentieren und ein Tagebuch darüber führen“, rät Kai Solmecke. Der Vermieter ist vertraglich dazu verpflichtet, die vermietete Wohnung im vertragsmäßigen Zustand zu halten. Durch die Ruhestörung anderer Mieter kann dies zu einem Mietmangel führen, den der Vermieter beheben muss. Sofern ein Mieter erfolgreich die Miete wegen Ruhestörung durchsetzen konnte, kann der Vermieter sogar Schadenersatzforderungen gegen den Ruhestörer geltend machen.

Ruhestörung durch Musizieren

Folgendes Beispiel: Die 14-jährige Nachbarstochter hat endlich eine Geige bekommen und übt nun fleißig damit. Jeder, der einen Anfänger an einer Geige gehört hat, weiß, dass die Töne alles andere als wohlklingend sind. „Auch für das Musizieren mit Instrumenten sind die entsprechenden Ruhezeiten zu beachten. Gehen aus dem Mietvertrag explizite Regelungen zum Thema Musizieren hervor, sind diese für den Mieter bindend“, sagt Kai Solmecke. Wer keine Regelungen im Mietvertrag vereinbart hat, der darf in der Regel zwischen zwei bis drei Stunden am Tag musizieren, ohne dabei rechtliche Probleme riskieren zu müssen. „Sofern das Musizieren via Mietvertrag ausgeschlossen ist, ist diese Klausel unwirksam“, weiß Kai Solmecke.

Ruhestörung an einem Sonntag und Feiertag

„An einem Sonntag sollte grundsätzlich auf handwerkliche Arbeiten wie Bohren, Hämmern oder Rasenmähen verzichtet werden“, rät Kai Solmecke. Am Sonntag gilt eine allgemeine ganztägige Ruhezeit. Eine Ausnahme bilden dabei auf dem Hof spielende Kinder. Auch im eigenen Kinderzimmer darf natürlich innerhalb der sozialen Norm gespielt werden und auch mal Bauklötze fallen gelassen werden. Diese Regelungen gelten auch für entsprechende Feiertage.

Was ist, wenn ich arbeitsbedingt tagsüber schlafen muss?

Viele von uns stehen morgens auf und fahren zur Arbeit, zur Schule oder in die Uni. Das ist der klassische Tagesablauf, den viele von uns kennen. Doch was ist mit Jenen, die erst in den Abendstunden zur Arbeit fahren. Ich persönlich kenne eine Krankenschwester, die regelmäßig Nachtschichten macht. Welche Möglichkeiten haben Menschen, die berufsbedingt tagsüber schlafen müssen, um nachts ihrer Arbeit nachgehen zu können? “Grundsätzlich ist das Gesetz auf den klassischen Tagesablauf ausgelegt. Es schützt die Ruhezeiten zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens. Ein durch Nachbarn gestörter Mittagsschlaf ist im Sinne des Gesetzes nicht gestört” weiss Rechtsanwalt Kai Solmecke. So ganz hoffnungslos ist es aber doch nicht. In solchen Fällen kommt es zu einer Abwägung des Einzelfalles. Wirst du regelmäßig in Deinem notwendigen Schlaf gestört, so kann es durchaus sein, dass ein Gericht zu Deinen Gunsten entscheidet. Es kommt aber ganz stark darauf an, was die Störung verursacht. Wenn jemand laut Musik hört, dann sind die Chancen dagegen vorzugehen wesentlich besser, als wenn es sich um tobende Kinder handelt, die Dich um Deinen Schlaf bringen. Hier wäre das Interesse, dass Kinder ihren Spieltrieb ausleben sollen größer. Folgendes Beispiel soll den Sachverhalt veranschaulichen:

Beispielfall:

Lisa Müller arbeitet als Ärztin in der Notaufnahme eines Krankenhauses und übernimmt regelmäßig von Freitags bis Sonntags die Nachtdienste. Der Nachtdienst endet um sieben Uhr morgens, so dass sie sich um 8 Uhr schlafen legt. Herr Meier wohnt direkt über ihr und seine beiden Kinder toben nach dem Aufstehen um 8 Uhr lauthals durch die Wohnung. Hier besteht nun ein Interessenskonflikt zwischen dem Wunsch nach Schlaf von Lisa und dem Spieltrieb der Kinder von Herrn Meier. Ein Gericht müsste sich nun anschauen, welches Interesse der beiden Parteien höhere “Gebühr” beinhaltet. So kann es durchaus passieren, dass ein Gericht
entscheidet, dass Lisa sich alternative Möglichkeiten suchen muss, die ihren Schlaf sicherstellen.

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Anders würde es sich verhalten, wenn die Kinder nicht den Lärm verursachen, sondern eine Musikanlage oder ein Instrument. Hier könnte das Gericht zugunsten von Lisa entscheiden, da der Musikkonsum zum Beispiel dann mit Kopfhörern gewährleistet wäre. Ganz gleich, was Dich vom arbeitsbedingten Mittagsschlaf abhält. Es kommt immer darauf an, welches Interesse höher bewertet wird. In jedem Fall solltest Du dich anwaltlich beraten lassen, um den Sachverhalt anwaltlich klären zu lassen.

Kurz zusammengefasst, was Du bei Ruhestörung tun kannst

Bist Du einer Lärmbelästigung ausgesetzt, so kannst Du folgendes tun:

  • Gehe zunächst auf den Ruhestörer zu und suche das Gespräch. Erkläre ihm freundlich, dass Du dich in Deiner Ruhe gestört fühlst und bitte ihn, in Zukunft leiser zu sein.
  • Sollte das Gespräch zu keinem Ergebnis führen und Du weiterhin einer Ruhestörung durch Deinen Nachbarn ausgesetzt bist, so kannst Du Dich an das Ordnungsamt oder die Polizei wenden, die kurzfristig Abhilfe schafft.
  • Ist langfristig immer noch keine Ruhe in Aussicht, so kannst Du Deinen Vermieter einschalten und die Ruhestörung dort anzeigen. Fertige ein Lärmprotokoll an und ziehe ggf. einen unabhängigen Zeugen hinzu.
  • Bleibt auch diese Maßnahme ohne Erfolg, kannst Du versuchen die Miete zu mindern. Gehe diesen Schritt aber unbedingt zusammen mit Deinem Anwalt und lasse prüfen, wie viel sich die Miete mindern lässt.

Fazit:

Wer seine eigene Ruhe schützen möchte, der sollte zunächst einmal auf den Unruhestifter zugehen. Meistens bringen solche Gespräche schon die gewünschte Lösung. Es kann auch hilfreich sein, sich mit anderen Nachbarn auszutauschen, ob sie ebenfalls eine Ruhestörung bemerkt haben. Wenn die diplomatischen Mittel ausgereizt sind, kann es im Wiederholungsfall durchaus Sinn machen, den Vermieter einzuschalten. Aber nur dann, wenn man die Ruhestörung auch belegen kann. Wer selbst eine Party veranstaltet, sollte im Treppenhaus freundlich einen Aushang aufhängen und auf die bevorstehende Feier hinweisen. Trotzdem ist auf die Nachtruhe ab 22.00 Uhr zu achten. Wer nicht abschalten will, der kann ja seine Nachbarn zu der Party miteinladen. Wenn alle feiern, braucht sich auch niemand beschweren.

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Sebastian

Sebastian

Autofahren ist manchmal ziemlich nervig. Entweder man steht im Stau, ist gestressten Verkehrsteilnehmern ausgesetzt oder man ärgert sich über den Spritpreis. Wenn ich ein Gesetz erlassen könnte, würde ich das Rauchen in Autos verbieten, in denen Kinder sitzen.

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Kai Solmecke

Kai Solmecke kennt sich mit dem Zivilrecht bestens aus. Er ist Gründungspartner der Siegburger Kanzlei Solmecke Rechtsanwälte, die inzwischen an sechs Standorten im Rheinland vertreten ist. Mit ihrem großen Rechtsanwaltsteam deckt die Kanzlei eine Vielzahl an juristischen Fachgebieten ab, so zum Beispiel Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Familienrecht, Erbrecht, Miet-und WEG-Recht, Versicherungsrecht, Arbeitsrecht und Verkehrsrecht. Die Kanzlei vertritt sowohl mittelständische Unternehmen als auch Verbraucher.

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Bisherige Kommentare (67)

  • Alylah

    Hallo,
    wir sind kürzlich in eine Wohnung gezogen, die offenbar sehr hellhörig ist. Unsere Nachbarin hat ihren Fernseher an der Wand zu unserem Schlafzimmer hin. Noch dazu hört sie schlecht (hört die Klingel nicht uns auch unser Klopfen nicht). Jeden Abend ist ihr Fernsehprogramm so laut, dass wir es in jedem der Zimmer hören können. Manchmal schläft sie vor dem Fernseher ein und dann geht es auch nach 22:00 weiter.
    Wir haben ihr angeboten, Kopfhörer zu besorgen – das hat sie abgelehnt, weil es ihre Frisur zerstören würde. Wir haben einen Schrank an unsere Wand angebracht, doch der hilft nur geringfügig. Unser nächster Vorschlag wird sein, dass wir ihr Lautsprecher anbringen, die zur anderen Wand führen, damit uns nicht der direkte Schall trifft. Ich bin gespannt, was für eine Ausrede sie dann hat.

    An wen kann ich mich wenden? Ich möchte abends in der Badewanne liegen können, ohne das Fernsehprogramm mitzukriegen.

    LG,
    Alylah

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Alylah,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Beachte bitte, dass wir hier keine Rechtsberatung durchführen könne und dürfen.

      Also nach meiner Meinung nach liegt es in der Verantwortung der Nachbarin, dass die gesetzliche Ruhestörung entsprechend eingehalten wird. Wenn sie schwerhörig ist, dann ist die Sache mit den Kopfhörern doch ein geeignetes Mittel, um sowohl das Fernsehprogramm genießen zu können als auch die verursachte Ruhestörung zu unterbinden. Eine weitere Eskalationsstufe wäre, den Vermieter darauf anzusprechen und ihn bitten, die Nachbarin auf die geltenden Ruhezeiten aufmerksam zu machen. Also bevor ich anfange meine Wohnung umzubauen, würde ich die Sache mit den Kopfhörern noch mal ansprechen und versuchen, sie zu überzeugen. Das wäre für alle der einfachere Weg. Ansonsten bleibt Druck über den Vermieter machen.

      Viel Erfolg!!

      Gruß, Sebastian

  • Sebastian Taubert

    Meine Nachbarin ist erbost über das Spielverhalten meiner 10 Monate alten Tochter…. Sie ist mit einer schriftlichen Beschwerde zum Vermieter gegangen und hat ihr erzählt das meine Tochter nach 21.30 Uhr zu laut mit Bausteinen spielt. Was kann ich tun, kann meiner Tochter ja schlecht das Spielzeug wegnehmen….

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Sebastian,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Beachte bitte, dass wir hier keine Rechtsberatung durchführen dürfen. Meiner Meinung nach brauchst du das auch nicht zu machen. Ich habe neulich gelernt, dass es bei Kindern und Kleinkindern eine erhöhte Toleranzgrenze bei Lärm gibt.

      Viele Grüße

      Sebastian

  • Sabine P.

    Ich habe mein Auto abgeschafft.
    Denn das Schädlichste überhaupt für die Kinder, sind die Abgase, und die sind im eigenen Auto am höchsten.
    Daß sie die Umwelt und unsere Luft verpesten sei nur nebenbei erwähnt.
    Und immer dieses, Hauptsache nicht rauchen, wieso sind die Alten, so alt wie noch nie, wie haben die die Rauchzeiten überstanden.
    Obwohl rauchen fast überall verboten ist, leiden immer mehr Kinder unter ADHS und unter Allergien.
    Gesoffen wird von jungen Leuten in der Öffentlichkeit und das ist dann in und hipp und der Lärm, Müll und das Gepinkel ebenfalls.
    Früher war sowas Assi.
    Und verantwortungsvolle Eltern und das war schon immer so, vermeiden das Rauchen, wenn Kinder dabei sind.
    Das sagt einem der gesunde Menschenverstand und welches Recht man schützt, scheint ja eine ziemlich einseitige Angelegenheit zu sein?
    Und Gesetze nützen nichts, sondern jeder muss für sich, seine Umwelt und die Gesellschaft, Verantwortung übernehmen und statt das Handy, mal das Gehirn einschalten.

  • Reiner Majewski

    Hinsichtlich Ihres Beitrages “RUHESTÖRUNG” möchte ich anmerken:
    Ich wohne in einem 10-Parteien-Haus. 3 deutsche – 1 griechischer – 6 rumänische Mieter.
    Die rumänischen Familien haben viele Kinder von 0 – 16 Jahren. Tagsüber sehr viel Geschrei im Treppenhaus, vor unter hinter dem Haus. Die vom Vermieter vorgegebene Ruhezeit von 13 – 15 Uhr und die Nachtruhe von 22 – 6 Uhr werden absolut n i c h t beachtet ! Schriftliche Aushänge, Abmahnungen haben bewirkt, dass ca. 1 Woche alles o.k. ist; dann aber beginnt der “Spaß” mit gleicher Intensität ! Polizei, Ordnungsamt wird “belächelt” . Grillverbot. Hinterhof gesperrt. Alles kein Problem für die rumänischen Mitbewohner. Der Vermieter selbst weiß sich nicht weiter zu Helfen.
    Ihren Artikel empfinde ich auch deshalb als zu “SOFTY” verfasst !

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Reiner,

      erstmal vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir dürfen leider keine Rechtsberatung durchführen, so dass ich dir gerne meine eigene Meinung schildere.

      Also ihr als Mieter habt im Prinzip noch folgende Möglichkeit, wenn alles andere ausgeschöpft ist. Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass er die vertraglich vereinbarte Mietsache zur Verfügung stellt. Das heißt, dass eben auch die Ruhezeiten – gerade die nächtlichen – einzuhalten sind. Bei Mittagsruhen ist es meiner Meinung nach immer so eine Sache mit Hinblick auf Kindern. Ich würde an Deiner Stelle mal bei einem Fachanwalt prüfen lassen, ob man den Druck auf den Vermieter über eine Mietminderung erhöhen kann. Vielleicht kommen dem Vermieter dann so neue Ideen, wie er das “Problem” lösen kann. Der Vermieter kann sich zu dem rechtlich beraten lassen, wenn Abmahnungen etc. fruchtlos geblieben sind.

      Zu deiner Kritik:

      Auch hierfür vielen Dank! Dazu möchte ich gerne folgendes anmerken.

      Unser Ziel ist es für unsere Leser die Rechtslage zu den entsprechenden Themen klar und verständlich aufzuzeigen. Dazu sprechen wir mit Fachanwälten, die in dem entsprechenden Gebiet viel Erfahrung haben. Ich kann verstehen, dass man als geplagter Mieter schnell eine Lösung haben will. Aber die Rechtslage ist “leider” so, wie sie beschrieben ist.

      Viele Grüße

      Sebastian

  • Kunigunde

    Ich bin der Meinung, daß wir bereits viel zu viele Gesetze in unserem Land haben! Wer im Auto rauchen will, soll es doch tun, es ist schließlich sein Auto. Man kann nicht alles reglementieren, wenn man so unvernünftig ist, seine Kinder vollzuqualmen, wird auch ein Gesetz nicht viel nutzen, wer soll denn das kontrollieren? Das ist eine Sache von Menschenverstand, da kann man auch gleich den Übergewichtigen per Gesetz verbieten, Schokolade oder Pommes zu essen.

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Kunigunde,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Natürlich darf jeder in seinem Auto tun und lassen was er möchte. Doch ich bin der Meinung, dass Kinder 1. nicht wissen, was sie denn ausgestzt werden und 2. haben sie ja eh keine Wahl als sich dem auszusetzen. Hier finde ich, dass man das schon zum Wohle der Jugend per Gesetz verbieten sollte. Telefonieren am Steuer ist auch nicht grundlos verboten, weil davon eine Gefährdung gegenüber Dritten ausgeht. Wenn der Übergewichtige sich ordentlich an Pommes und Schokolade satt isst, dann schadet er höchstens im Zweifel seiner eigenen Gesundheit und nicht die von anderen. Das ist ein Unterschied!

      Viele Grüße

      Sebastian

  • Carla Herold

    Es gibt in Deutschland für Alles Gesetze . Aber der Staat kontrolliert Sie nicht, er sagt wir sind ein Rechtsstaat, da kommt der Anwalt in Bedracht. DAS IST WIE der Hamster im Rad. Für alles braucht der Beschädigte einen Beweis oder Zeugen. Wenn der Staat seine Pflicht machen würde , dann bräuchten wir die ganzen Anwälte nicht. Da die Menschen das wissen , wird es immer schlimmer . Das hält man nicht mehr auf .Für Ordnungswiedrigkeiten muss nicht immer die Polizei kommen , dass schaffen die auch garnicht und das wissen all die Kleinkrimminellen und es wird immer schlimmer , weil sich alle alles rausnehmen. Den Nachbar vergiften, den Nachbar vergasen, Party ohne Ende , jeder macht was er und wie lange er will kommt ja keiner , musste erst klagen..

    • Carl

      Ja,das ist richtig. Es gibt tausende gesetzte und Verordnungen, aber keiner hält sich dran. Nicht einmal der Staat selbst.

  • Jens

    Hallo,schön das es diese Seite gibt leider ist mein Problem hier nicht aufgeführt,daher bitte ich um Rat.Ich bin Eigentümer eines Kleinhauses ( in einer Wohnsiedlung mit EFH und MFH )was sehr nahe an der Straße steht.Seit ca. 1 Jahr parkt hier regelmäßig ca. 4 m. vor meinem Schlafzimmerfenster, was zur Strasse liegt ein Firmenfahrzeug, dass ca. 5x die Woche nachts zwischen ca.4.45-5.00 Uhr mit Ersatzteilen für Gabelstapler beliefert wird.Das heisst,pro Liefernacht knallen knallen ca. 10x Auto-und Rücktüren auf und zu und das Beladen der Kisten durch hin und herschieben in den Fahrzeugen ist auch nicht gerade sehr geräuscharm.Da es nachts hier sehr ruhig is, hört man natürlich jedes Geräusch.Ein Gespräch mit der Firma hat leider auch nichts gebracht,die legen es wohl darauf an.Ich habe eine Videoaufzeichnung gemacht,wo hier schon meine erste Frage liegt, ob man Ordnungswidrigkeiten als Beweis rechtlich filmisch festhalten darf, mit dieser bin ich auch bei der Polizei und beim Ordnungsamt gewesen.Weder die eine noch andere Institution fühlten sich aber dafür zuständig.Das wäre Sache des Umweltamtes, da es gewerblich wäre und er könne nichts machen solange keine Zeugen benannt werden und ich soll doch nachts die Polizei rufen.Das Polizei- Revier liegt ca.30 min.von mir entfernt, bis dahin ist der Lieferfahrer über alle Berge und die Beamten werden sich wohl nachts hier, bei ihrer Unterbesetzung kaum auf die Lauer legen.
    Was kann ich trotzdem tun ?????
    Mit freundlichen Grüßen

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Jens,

      vielen Dank für deinen Kommentar und natürlich für deinen Lob. Wir freuen uns sehr, wenn dir unser Blog gefällt. Beachte bitte, dass wir keine Rechtsberatung durchführen können und dürfen. Gerne schildere ich dir meine eigene Meinung dazu:

      Also bei dem Videobeweis würde ich persönlich etwas vorsichtig sein: Jeder hat das Recht auf das eigene Bild und man darf meines Wissens nach nicht einfach Personen ohne deren Zustimmung filmen oder fotografieren. Wenn allerdings die abgebildete Person nicht zu erkennen ist und auch keine Rückschlüsse auf diese in irgendeiner Form möglich sind, dann dürfte das gehen. So wie du deinen Sachverhalt schilderst, hast du ja schon einiges unternommen. An deiner Stelle würde ich mal deine Mieter fragen, ob die ähnliche Erfahrungen machen. Bei Gewerbebetrieben habe ich tatsächlich in der Vergangenheit verschiedene Dinge gelesen, die das Thema Emission betreffen. Daher könntest du dich vielleicht noch an die genannte Behörde wenden. Wenn alles nichts nützt, wirst du um eine Beratung bei einem Fachanwalt nicht herum kommen denke ich. Er wird dir genau erklären, was man rechtlich dagegen tun kann und ob eine Erwirkung einer Verfügung Erfolg haben könnte.

      Vielen Dank und viele Grüße

      Sebastian

  • Dagobert Huwawei

    Und wieder ein Beweis dafür, daß die Überbevölkerung die Grundursache aller, aber auch wirklich aller Probleme dieser Welt ist!

  • Ivonne Stark

    Hallo,
    Wir wohnen direkt gegenüber von einem Zeltplatz, der regelmäßig von Jugendlichen gebucht wird. In der Hausordnung, die mit Buchung des Platzes zugeschickt wird, wird ausdrücklich auf die Ruhezeit ab 22 Uhr hingewiesen.(weitere Nachbarn gibt es nicht)
    Jedoch wird sich nicht daran gehalten. Sei es Nachtwanderungen, Lagerfeuer, Kinderdisco,Ball spielen, Überfälle von Bekannten oder einfach nur lachen und laute Unterhaltung…
    Einen Hausmeister gibt es vor Ort nicht. Der Betreiber fühlt sich nicht in der Pflicht und verweist uns an die Polizei. Man will ja nicht ständig die Polizei belästigen, die schon gar nicht mehr immer kommt… die Zeltplatz Mieter ermahnen hilft nur manchmal etwas, es kommen ja ständig neue. Es ist zunehmend der Fall, das die Jugendlichen die Nacht zum Tag machen. Da wird bis zum morgen Krach gemacht und der Tag verschlafen. Sogar oft die nicht einhaltung der Ruhezeit vorher bei der Polizei angemeldet, die im Fall eines Anrufes erst gar nicht kommt und sagt ja das wurde uns mit geteilt, das ist schon in Ordnung…
    Ich fühle mich von den Verantwortlichen alleine gelassen und weiß nicht, an wen ich mich wenden soll. Hätten sie mal einen Tipp für mich??
    Danke

    • Kunigunde

      Was heißt denn, man will ja nicht ständig die Polizei belästigen? Wenn man nicht beharrlich an der Sache dranbleibt, wird sich nie was ändern! Das ist meine Meinung . Es wird nichts nutzen, sich zu ärgern und nicht wirklich was zu unternehmen. Schließlich ist die Polizei auch bei Ruhestörung zuständig, ich würde immer wieder anrufen und nicht aufgeben. Ich bin der Meinung, die Polizei darf es nicht ignorieren, wenn man wegen einer Ruhestörung anruft.

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Ivonnne,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Beachte bitte, dass wir hier keine Rechtsberatung durchführen können und dürfen. Gerne schildere ich dir aber meine Meinung dazu.

      Ich denke mir, dass es sich bei der Vermietung um eine Art Gewerbe handelt? Also an deiner Stelle würde ich folgendes machen: Zunächst führe ein Lärmprotokoll und dokumentiere wann, was zur welcher Uhrzeit passiert. An deiner Stelle hätte ich keine Scheu davor, die Polizei bzw. das Ordnungsamt auf den Plan zu rufen. Und wenn es jeden Tag ist… Auch das kannst du mit in dem Protokoll vermerken. Noch besser ist es, wenn du Zeugen mit einträgst. Dieses Protokoll kannst du dann im ersten Schritt mal dem Vermieter vorlegen. Vielleicht hat dies schon eine Wirkung, dass er da etwas verantwortungsvoller wird. Er sollte ja auch ein Interesse daran haben, dass alles reibungslos verläuft. Er verdient ja schließlich Geld damit. Die allgemeine Ruhezeit ab 22 Uhr ist gesetzlich festgeschrieben und daran sollte man sich halten. Der Vermieter weisst ja seine Gäste darauf hin. Wenn das nicht ausreicht, würde ich mich auf jeden Fall anwaltlich beraten lassen und weitere rechtliche Schritte und deren Erfolgsaussichten ausleuchten. Ihm gibst du dann auch das Protokoll.

      Ich hoffe, das ich dir ein paar Ideen geben konnte. Halt uns gerne auf dem Laufenden!

      Viele Grüße

      Sebastian

  • Nicole

    Hallo,
    wir haben seit geraumer Zeit einen Nachbar, welcher allszugern unruhe stiftet. Sei es mit Türen knallen oder nachts um 3:33, 3:45 oder auch mal um 5 Uhr Nachts unsere Nacht zum Tag macht, indem er mit seinem Quad den Garagenhof unsicher macht. Jeder der Quads kennt weis, dass die nicht gerade leise sind. Muss ich das so hinnehmen oder kann man was dagegen tun? Bevor nun gesagt wird rede mit dem Nachbarn, das funktioniert nicht. Wurde schon mehrfach versucht.

    • Sebastian

      Sebastian

      Hi Nicole,

      vielen Dank für deinen Kommentar, den ich dir gerne aus meiner Sicht beantworte! Leider dürfen und können wir keine Rechtsberatung hier durchführen.

      Also wenn das direkte Gespräch gescheitert ist, dann würde ich an eurer Stelle mal den Vermieter darauf ansprechen. Ich würde das ganze auch irgendwie zusammen mit anderen Nachbarn protokollieren und dann dem Vermieter zukommen lassen und klar anzeigen, dass ihr euch durch das Verhalten gestört fühlt. Ich denke nicht, dass man was dagegen tun kann, wenn jemand nachts sein Gefährt startet um irgendwo hin zu fahren. Ich denke da müsste man irgendwie eine Art Vorsatz nachweisen. Ansonsten wäre glaube ich noch ein Möglichkeit, dass du dich einmal zivilrechtlich beraten lässt und bei dem Anwalt deines Vertrauens nachfragst, welche zivilrechtlichen Schritte man unternehmen könnte (Unterlassung etc). Im Zweifel kannst du auch über einen Anwalt prüfen, in wie weit man den Druck auf den Vermieter erhöhen kann, sollte die Anzeige bei ihm auch fruchtlos bleiben.

      Ich hoffe, dass ich dir ein paar Impulse geben konnte.

      Viele Grüße

      Sebastian

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