Hannah

Schimmel in der Wohnung

Schimmel in der Wohnung ist nicht nur lästig, sondern vor allem auch gesundheitlich bedenklich.  Daher sollte man bei Schimmelbefall nicht lange zögern, sondern das Problem sofort angehen. Gerade jetzt, wo es draußen kälter wird, kann man durch sein eigenes Fehlverhalten einiges dazu beitragen, dass sich Schimmel in der Wohnung bildet. Das ist nicht nur wie schon gesagt, für die eigene Gesundheit ein Problem, sondern kann auch zu Streit mit dem Vermieter führen. Schimmel in der Wohnung lässt sich nicht einfach wegputzen. Ich habe mich dazu mit unserem Partneranwalt Kai Solmecke unterhalten, der uns aus rechtlicher Sicht Tipps an die Hand gibt, wie wir mit Schimmel in der Wohnung und dem Vermieter am besten umgehen. Doch fangen wir von vorne an.

Was ist Schimmel überhaupt?

Schimmel ist ein ständiger Begleiter unseres Lebens. Es gibt guten Schimmel, wie er beispielsweise in einem leckeren Roquefort anzutreffen ist, und eben den, den wir nicht gebrauchen können. Beim „Schimmel“ handelt es sich um einen Sammelbegriff für Hyphenpilze, die für das Verderben auf Lebensmittel und verschiedenen Baustoffen verantwortlich sind. Es handelt sich nicht um einen Fachbegriff, sondern er beschreibt Pilzmyzelien, die auf Organismen oder Stoffen wachsen. Das sollte aber auch schon zum allgemeinen Verständnis reichen. Beschäftigen wir uns mit der nächsten Frage.

Wie entsteht Schimmel in der Wohnung eigentlich?

Eigentlich müsste die Frage genau genommen lauten: „Wie entwickelt sich Schimmel?“. Denn Schimmel ist in geringen Mengen, gerade in Wohnräumen, immer vorhanden. Es kommt darauf an, ob die Bedingungen für die weitere Entwicklung von Schimmel vorliegen:

  • Schimmel benötigt zum wachsen Feuchtigkeit. Dabei ist eine oberflächennahe relative Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent ideal.
  • Schimmel in der Wohnung fühlt sich am Wohlsten, wenn der pH-Wert zwischen 4,5 und 6,5 liegt. Also leicht sauer.
  • Schimmel wächst am Besten, wenn die Temperatur zwischen 15 und 30 Celsius liegt
  • Schimmel braucht einen Nährboden. Ideal sind Tapeten, Farben, Staub, Kunststoffe, Gummi etc.

Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, dann steht dem Wachstum und der Ausbildung von Schimmel eigentlich nichts mehr im Wege. Die Sporen des Schimmels verteilen sich über die Luft und lassen sich entsprechend auf dem Nährboden – beispielsweise der  Tapete – nieder und breiten sich weiter aus. Die Ursache für die Schimmelbildung besteht im Prinzip aus den genannten Voraussetzungen.

Was kann ich als Mieter tun, damit sich Schimmel erst gar nicht ausbreitet?

Den ersten Schritt hast du nun getan. Du kennst die Rahmenbedingungen, in denen sich Schimmel ideal ausbreiten kann. Das Beste was du machen kannst ist, dem Schimmel diese Bedingungen erst gar nicht bieten. Also Vorbeugen! Ich behaupte jetzt mal, dass nicht jeder stündlich den pH-Wert in seiner Wohnung messen wird. Braucht man auch nicht. Die Luftfeuchtigkeit beispielsweise kann man durch richtiges Lüften gut regulieren. Gerade in Feuchträumen wie Badezimmer oder Küchen sollte regelmäßig gelüftet werden. Dabei werden die Fenster für eine kurze Zeit voll geöffnet (nicht auf kipp) und idealerweise schafft man einen Durchzug. So wird die Raumluft in kurzer Zeit ausgetauscht, ohne dass dabei die Wände im Wohnraum auskühlen. Diesen Vorgang sollte man mehrmals am Tag wiederholen. Gerade wenn du frisch gewaschene Wäsche im Zimmer hast, solltest du hier regelmäßig am Tag gut durchlüften. Durch das Trocknen verdunstet die Feuchtigkeit, welche in der Raumluft verbleibt und gerade jetzt im Winter an den kalten Fenstern oder anderen kalten Stellen in der Wohnung wieder kondensiert. Dies führt zu feuchten Fenstern!

Schränke und Möbel solltest du mit einem kleinen Abstand zur Wand aufstellen, so dass die Luft dahinter besser zirkulieren kann. Denn dies sind typische Stellen, an denen sich der Schimmel gerne niederlässt. Dieser Fehler ist nur schwer auf bauliche Gegebenheiten zu schieben, so dass die Schuld häufig dabei beim Mieter liegt.

Mietminderung wegen Schimmel in der Wohnung

Wenn du eine Wohnung oder ein Haus gemietet hast, dann „muss sich die Mietsache im vertraglich vereinbarten Zustand befinden. Dazu gehören Flure, Treppen, Wohnräume Keller und alle entsprechenden Zugänge. Bei auftretenden Mängeln ist der Vermieter dazu verpflichtet, diese entsprechend zu beseitigen und den vertraglich vereinbarten Zustand wieder herzustellen“, weiß Rechtsanwalt Kai Solmecke. Jetzt habe ich mich gefragt, wie es ausschaut, wenn der Mieter den

Schimmel in der Wohnung kann problematisch für die Gesundheit werden!

Schimmel verursacht hat. Diese Frage ist allerdings gar nicht so leicht pauschal zu beantworten. Kai Solmecke meint dazu, dass jeder Fall für sich gesondert betrachtet werden muss. In der Praxis zeigt sich aber, so Kai Solmecke, dass es weniger am Lüftungsverhalten der Mieter liegt, sondern eher an der baulichen Beschaffenheit, welche die Entstehung von Schimmel begünstigt. Es kommt also darauf an, wo sich der Schimmel gebildet hat. Tritt er beispielsweise hinter Möbelstücken auf, so ist vermutlich der Fehler beim Mieter zu suchen. Bildet sich dagegen Schimmel in Fensterecken, Heizungszuleitungen etc, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein Defizit in der baulichen Beschaffenheit handelt, welcher vom Vermieter zu beseitigen ist.

In jedem Fall solltest du als Mieter den Mangel deinem Vermieter anzeigen, so dass er sich darum kümmern kann. Als Mieter hat man das Recht, die Miete wegen einem Schimmelbefall zu mindern. Allerdings ist es nicht festgeschrieben, wie hoch diese Mietminderung sein darf. „Neben der Mietminderung hat der geschädigte Mieter ferner einen Anspruch auf Schadenersatz, sofern Inventar dadurch beschädigt wurde oder gar Schmerzensgeld, sofern gesundheitliche Schäden durch den Schimmelbefall verursacht wurden“, erklärt Kai Solmecke. In der Regel berufen sich Vermieter häufig auf ein falsches Lüftungsverhalten der Mieter. Im Zweifel solltest du dich an einen Fachanwalt für Mietrecht wenden.

Wie melde ich am besten Schimmelbefall in der Wohnung meinem Vermieter?

Wer ein großes Vertrauen gegenüber seinem Vermieter hat, bei dem genügt ein Anruf. Aber dieser wäre im Streitfall vor Gericht schwer zu beweisen. Daher zeig den Mangel rechtlich sicher an. Fotografiere die Stelle, an der du den Schimmel festgestellt hast und füge sie dem Anschreiben bei. In dem Anschreiben machst du deinen Vermieter auf den Mangel aufmerksam und setzt ihm eine angemessene Frist zur Beseitigung. Kai Solmecke rät zudem, den Brief per Einschreiben mit Rückschein oder, wenn der Vermieter nicht zu weit weg wohnt, mit einem Zeugen persönlich einzuwerfen. So kann man ganz sicher nachweisen, dass die Mangelanzeige beim Vermieter eingegangen ist.

Ich habe noch ein schönes und informatives Video von der Striebel GmbH gefunden.

Schimmel in der Wohnung selber entfernen

Wenn Du in deiner Wohnung Schimmel festgestellt hast, dann kannst Du versuchen in selber zu bekämpfen bzw. ihn zu entfernen. Die Aussichten auf Erfolg hängen allerdings davon ab, wie weit der Schimmelbefall fortgeschritten ist. Handelt es sich dabei um kleinere oberflächlichere Herde, dann kann es durchaus klappen, den Schimmel in der Wohnung wieder los zu werden. Sollte aber ein größerer Befall vorliegen, so sollte dies von einem Fachmann begutachtet werden. Wichtig bei jedem Selbstversuch: Schutzkleidung anziehen!

Diese Tipps kannst Du versuchen:

  • Richtig lüften: Lüfte regelmäßig die betroffenen Räume gut durch. Achte dabei darauf, dass die Raumluft innerhalb kurzer Zeit ausgetauscht wird.
  • Oberfläche behandeln: Versuche die betroffenen Stellen mit 70 prozentigen Alkohol zu behandeln. Als Alternative eignet sich Wasserstoffperoxid oder Essig
  • Richtig heizen: Die Heizung sollte in den Wintermonaten nie komplett heruntergefahren werden. Die eingestellte Temperatur sollte in der Regel nicht mehr verändert werden.

Mein Fazit zum Thema “Schimmel in der Wohnung”

Ich habe das Problem selber einmal gehabt. Eines Tages entdeckte ich schwarze Verfärbungen an einigen Stellen meiner Dachfenster. Es war natürlich Schimmel. Und damit ging natürlich die Diskussion mit dem Vermieter los. Er behauptete, ich habe nicht richtig gelüftet… Man versucht es dann mit Schimmelentferner aus dem Baumarkt und reichert sich dann die Atemluft mit noch mehr tollen Sachen an. Ich hatte leider keinen Erfolg mit den Mittelchen. Wenn die Sporen schon tief im Material sitzen, dann kann man eigentlich das Material nur noch abtragen.  Jedenfalls ist es nach meiner Erfahrung eine hartnäckige Sache, wo an größeren Flächen ein Profi ran muss.

Was das Gesundheitsrisiko angeht, so bin ich bei meinen Recherchen auf verschiedene Meinungen dazu gestoßen. Man braucht zwar nicht bei den ersten Anzeichen von Schimmel in Panik geraten, aber dennoch sollte man dieses Problem zusammen mit dem Vermieter zeitnah klären. Gerade Menschen, die ohnehin schon Probleme mit den Atemwegen haben, sollten hier nicht lange warten. Stellt sich der Vermieter bei der Lösung des Problems quer, so kann ein entsprechender Miet-Rechtsschutz helfen. Ansonsten kann ich nur sagen, dass man grundsätzlich darauf achten sollte, dem Schimmel die Grundlage zu entziehen. Also gut und regelmäßig lüften. In den Feuchträumen wie Küche oder Badezimmer habe ich immer ein Hygrometer stehen, mit dem ich die Feuchtigkeit kontrolliere. Klettert die relative Luftfeuchtigkeit über einen bestimmten Grenzwert, blinkt das Gerät und man kann stoßlüften. Dem Schimmel sei Dank …

Schreibt uns eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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Kai Solmecke kennt sich mit dem Zivilrecht bestens aus. Er ist Gründungspartner der Siegburger Kanzlei Solmecke Rechtsanwälte, die inzwischen an sechs Standorten im Rheinland vertreten ist. Mit ihrem großen Rechtsanwaltsteam deckt die Kanzlei eine Vielzahl an juristischen Fachgebieten ab, so zum Beispiel Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Familienrecht, Erbrecht, Miet-und WEG-Recht, Versicherungsrecht, Arbeitsrecht und Verkehrsrecht. Die Kanzlei vertritt sowohl mittelständische Unternehmen als auch Verbraucher.

Bisherige Kommentare (19)

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    Vanessa

    Hallo,

    Ich habe jetzt seit ca 7 Monaten Schimmel in meiner Wohnung und mittlerweile wurde laut Vermieter der Schaden, der die Feuchtigkeit verursacht hat, behoben. Ich habe momentan in den beiden befallenen Räumen Trockgengeräte. Diese Geräte hatte ich auch schon einmal für 2 Wochen im November 2018. Ich habe die Firma darum gebeten, mir den Verbrauch der Geräte mitzuteilen. Man sagte mir, dass es hierbei um Datenschutz handeln würde und sie diese Information lediglich meinem Vermieter mitteilen dürfen. Das kann doch garnicht sein. Ich muss doch ein Anrecht darauf haben, den Verbrauch zu kennen.

    Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen freuen.

    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

    Mit freundlichen Grüßen

    Vanessa Dudde

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Vanessa,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Beachte bitte, dass wir keine Rechtsberatung hier durchführen dürfen. Dennoch würde ich dir gerne meine eigene Meinung dazu sagen.

      Du schreibst, dass der ursächliche Schaden, der zu dem Schimmel geführt hat behoben wurde. Aber die Folge daraus nicht? Finde ich persönlich etwas seltsam. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass Schimmel schwer zu entfernen ist, wenn es erstmal im Mauerwerk ist. Zu deiner eigentlichen Frage: Was das mit dem Datenschutz zu tun haben soll, kann ich für mich auch nicht so richtig erkennen. Stehen auf den Geräten irgendwelche Markennamen oder Nummern? Ich würde die einfach mal googlen und schauen, ob ich Datenblättern zu den Trockengeräten finde und danach mal recherchieren.

      Im Zweifel wende dich an einen Fachanwalt für Mietrecht, der dich hinsichtlich Stromkosten etc. berät und in wie weit du die Beseitigung des Schimmels durch den Vermieter durchsetzen kannst. Er hat sein Verschulden ja praktisch anerkannt, da er die Ursache ja behoben hat.

      Viele Grüße

      Sebastian

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    Nancy Ott

    Eine Frage und zwar wer muss ein Baugutachter bestellen wenn es schon bei Gericht angegeben ist

    • Nadine

      Nadine

      Hallo Nancy, leider dürfen wir hier keine Rechtsberatung zu individuellen Fällen geben. Du kannst aber gerne deine Frage als Rechtsfrage des Monats einreichen (https://www.roland-rechtsschutz.de/blog/rechtsfall-des-monats, ganz nach unten scrollen). Wenn du möchtest, kannst du also einfach die Frage reinkopieren und mit etwas Glück ist deine Frage die Rechtsfrage des Monats Februar. Viele Grüße von den RECHTschützern

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    Cornelia Riedner

    Hallo auch wir haben Schimmel in der Wohnung und der Vermieter macht nichts wir würden daher gerne ausziehen meine Frage daher ist ,MUSS ich die 3 monatige kündigungsfrist EINHALTEN? Oder kann ich sofort raus?

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Cornelia,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Wir dürfen an dieser Stelle leider keine Rechtsberatung durchführen. Kennst du schon unser kleines Gewinnspiel? Reiche deinen Fall doch unter “Rechtsfall des Monats” ein und mit ein wenig Glück bekommst du eine kostenlose Rechtsberatung von einem unserer Partneranwälte. https://www.roland-rechtsschutz.de/blog/rechtsfall-des-monats (scrolle dazu einfach runter)

      Viele Grüße

      Sebastian

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    Sofie

    Hallo,

    toller Arktiel zum reinlesen in die Materie,
    Wir haben dass Problem, dass alle unsere Ecken, welche Aussenwände sind (Altbau ungedämmt) feucht sind und sich Schimmel dort bildet, dies passiert in jedem Raum (Wohnzimmer/Schlafzimmer/Kinderzimmer). Wir haben den Vermieter informiert und dieser hat eine Docking-Sation aufgestellt. Dennoch kommt trotz lüften/heizen der Schimmel wieder, gerade bei Regentagen! Problem ist, wir haben ein Neugeborenes und wissen nicht mehr wohin wir zum schlafen ausweichen sollen! Sollten wir uns einen Rechtsanwalt nehmen oder eigenhändig eine Mietminderung bzw. Beseitigung durchführen? Da wir geringverdiener sind haben wir leider nicht die finaziellen Mittel für einen Rechtstreit…

    Beste Grüsse

    Sofija Papavasileiou

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Sofie,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Leider dürfen wir an dieser Stelle keine Rechtsberatung durchführen. Ich möchte dich aber gerne auf unser neues Gewinnspiel hinweisen. Du kannst, wenn du möchtest deinen Rechtsfall bei uns anonymisiert einreichen und mit ein wenig Glück geht dein Rechtsfall des Monats an unseren Partneranwalt. Dieser wird anhand deiner Infos eine fachliche Einschätzung geben.

      Ich selber hatte mal ein ähnliches Problem und damals wurde mir gesagt, dass es sehr häufig an der baulichen Beschaffenheit liegt. Und die liegt in der Verantwortung des Vermieters. Wenn etwas nicht richtig isoliert etc. ist, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass der Mieter da tätig werden muss. Aus meiner Sicht solltet ihr dringend rechtlichen Rat einholen, um den Druck auf den Vermieter zu erhöhen. Lasst euch mal zum Thema Mietminderung beraten und wie da die Möglichkeiten sind. Auf keinen Fall mindert ihr die Miete aus eigenem Ermessen. Bitte in Absprache mit einem Fachanwalt. Gleiches gilt für die selbstständige Beseitigung. Es klingt so, als ob der Schimmel schon im Mauerwerk sitzt. Da wird man mit Sprays denke ich nicht mehr weit mit kommen, so dass hier mehr gemacht werden muss. An Deiner Stelle würde ich eine Docking-Station als Maßnahme seitens des Vermieters nicht hinnehmen…

      Viele Grüße & viel Erfolg

      Sebastian

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    Hoelsch

    Hallo,
    wir wohnen im Erdgeschoss und haben seit ca. 3 Monaten Probleme mit Schimmel. Wir haben schon Fotos gemacht und diese an den Vermeiter gesendet. Nach 2 Wochen hat sich dieser endlich mal gemeldet und uns unterstellt wir würden nicht richtig Lüften, was nicht der Fall ist und das es in 15 jahren nie Schimmelprobleme in der Wohnung gab. Es gibt noch mehr Probleme in der Wohnung, weshalb wir einfach nur noch ausziehen möchten. Ist der Mieterschutzbund eine geeigenete Anlaufstelle?

    • Sebastian

      Sebastian

      Hallo Hoelsch,

      vielen Dank für deinen Kommentar, auf den ich gerne antworte. Beachte nur, dass ich kein Rechtsanwalt bin und dir daher nur meine persönliche Ansicht schildern kann.

      Es kommt meines Erachtens darauf an, was du nun vor hast. Wenn du deinen Vermieter bezüglich des Schimmels Druck machen möchtest, dann kannst du dich entweder an deine Mietrechtsschutzversicherung oder tatsächlich beim Mieterschutzbund erkundigen. Such dir einen rechtlichen Beistand mit dem du eine Fristsetzung zur Mangelbeseitigung und ggf. Mietminderung besprechen kannst. Ein Alleingang würde ich auf keinen Fall durchführen. Auch im Falle eines Auszuges würde ich definitiv einen rechtlichen Beistand einschalten, der den Sachverhalt mit Hinblick auf die hinterlegte Kaution prüfen soll. Ich persönlich sehe hier die Gefahr, dass der Vermieter dann die Kaution einbehält und den Schaden damit reguliert.

      Alles Gute & und viel Erfolg!

      Gruß

      Sebastian

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    Denise line

    Hallo,
    wir haben Schimmel an der Decke im Kinderzimmer. Die Hausverwaltung weiß von einem Schaden im Dach und tröstet uns jeden Tag das sie nichts machen können wegen den Temperaturen. Unser Kind hat seit 2 1/2 Wochen jeden Tag Kopfschmerzen. Können wir wirklich nichts tun als den Schimmel mit Essig zu entfernen.
    Vielen Dank für deine Antwort

    • Anne

      Anne

      Hallo Denise,
      leider dürfen wir von den RECHTschützern keine Rechtsberatung geben. Aber wie Herr Solmecke ja im Artikel schreibt, könnt ihr bei Schimmelbefall die Miete mindern, wenn der Vermieter nicht aktiv wird. Im Krankheitsfall könnte euch sogar Schmerzensgeld zustehen. Im Zweifel solltest du dich an einen Fachanwalt für Mietrecht wenden. Wenn du bei uns versichert bist, empfehlen wir dir gerne einen geeigneten Anwalt in deiner Nähe.
      Viel Erfolg, Anne

  • Avatar

    klebefolie

    Das sind wirklich sehr tolle Tipps, ich habe leider zu lange mit Schimmel gelebt.

    Lg Lisa

  • Avatar

    Dániel

    Wir sind gerade erst in eine Erdgeschosswohnung gezogen (11/2017). Meine Frau war verwundert, dass an einer Außenwand des Kinderzimmers trotz relativ guter Malerarbeiten gelbe Stellen sichtbar wurden. Wir nahmen anfangs an, es handele sich um eine vormals genutzte gelbe Farbe. Nachdem wir nun 2 Monate in der Wohnung leben, zeigten sich an der Außenwand und an der Tapete zur Seitenwand teils grünlich, gelbliche und bräunlich-schwarze bis 10 cm durchmessende Herde von Schimmelbefall. Wir nehmen an, dass vorher bereits an der Beseitigung gearbeitet worden ist, da an der Außenwand keine Tapete angebracht wurde. Da wir dieses Zimmer als Kinderzimmer nutzen wollten, sind wir ratlos. Der Vormieter habe keinen Schimmel gehabt, den Raum nur als Gästezimmer genutzt. Oberflächlich behandeln ist bei den multiplen Stellen ausweglos. Gelüftet und co. haben wir natürlich wie gefordert. Die Wohnung war bis zu unserem Einzug 2 Monate ohne Gebrauch (10-11/2017). Wir überlegen, ob es überhaupt noch Sinn macht in der Wohnung zu bleiben, da es mit der Verwaltung auf Grund anderer Mängel gerade nicht leicht ist. Wir lassen formaljuristisch ein Sonderkündigungsrecht prüfen. Was meinen Sie?

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      Anonymous

      Würde auch sofort ausziehen da der Schimmel recht schnell auf die Atemwege geht.Mein kleiner Enkel war ständig krank und dann hat es sich rausgestellt das Schimmel dran Schuld ist und sofort umgezogen

    • Sebastian

      Sebastian

      Hi Dániel,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Beachte bitte, dass wir keine Rechtsberatung durchführen dürfen. Im Artikel werden ja prinzipiell zwei Möglichkeiten aufgezeigt, wie Schimmel entstehen kann. Bauliche Beschaffenheit vs. Eigenverschulden. So wie Du es schilderst, würde ich persönlich eher aus der Ferne auf die bauliche Beschaffenheit in Kombination mit dem Leerstand tippen. Da kommt man dann mit Heizen und Co. glaube ich dann auch nicht langfristig weiter. Hier ist, wie im Artikel beschrieben, der Vermieter in der Regel für zuständig. Auf jeden Fall solltet ihr dies dem Vermieter melden. Ihr könntet ggf. noch schauen, die Miete für die Zeit zu mindern, in der ihr noch die Wohnung bewohnt. Dies aber nie eigenmächtig, sondern mit anwaltlicher Hilfe. Ich würde den Anwalt auch dazu befragen, ob die Sanierungsleistungen des Vermieters einsehbar sind. Schimmel überstreichen ist aus meiner persönlichen Sicht keine Sanierung 😉 Lasst euch da umfassend beraten. Prüft auch, ob eure Mietrechtsschutz das abdeckt.

      Viel Erfolg und berichtet gerne mal wie es ausgeht.

      Viele Grüße

      Sebastian

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    Markus

    Was genau waren deine Erfahrungen mit den Mitteln aus dem Baumarkt? Ich hatte mal zu Studienzeiten auch das Problem mit Schimmel. Mein Vermieter hat das Ganze dann mit einem chlorhaltigen Spray gelöst. Das war zwar recht stark vom Geruch, aber das Problem hatte ich danach nicht mehr, trotz Altbau. Naja ich muss zugeben, dass ich dann auch häufiger gelüftet hatte.

    • Sebastian

      Sebastian

      Hi Markus,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Bei mir hat sich der Schimmel damals in die Holzrahmen der Dachfenster niedergelassen. Das Mittelchen war glaube ich nicht chlorhaltig, so dass der Erfolg eher mittelmäßig war. Ich wollte im Schlafzimmer auch nicht mit Chlor herumsprühen 🙂 Aber, vielen Dank für den Tipp.

  • Avatar

    Blümli

    Ohjee mir graut es davor, dass ich in meiner Mietwohnung Schimmel bekomme. Dieser Artikel ist aber sehr hilfreich und jetzt weiss ich wenigstens, wie ich mit meiner Schimmelvermutung umgehen muss.