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Kokosmakrönchen einfach zum K…

Mit der ganzen Familie ein entspanntes Wochenende genießen und gemütlich über den Weihnachtsmarkt schlendern: Das war der Plan von ROLAND-Kunde Markus M. Also buchte er einen Kurztrip mit Übernachtung in einem komfortablen Hotel im westfälischen Münster.

Im weihnachtlich geschmückten Hotelzimmer befand sich als Gastgeschenk ein Tütchen voller mit Schokoladenglasur überzogener Kokosmakrönchen. Nicht nur die beiden kleinen Kinder, sondern auch die Eltern freuten sich nach der langen Anfahrt über die süße Aufmerksamkeit und griffen zu.

Es folgte eine wahre Horrornacht, in der alle vier Familienmitglieder mehr Zeit im Bad verbrachten als im Bett. Vor allem beim jüngsten Sohn waren die Brech- und Durchfallattacken so schlimm, dass die Familie bereits am nächsten Morgen die vorzeitige Heimreise antreten musste, ohne den Weihnachtsmarkt auch nur gesehen zu haben. Das Hotel erstattete, wie üblich, lediglich 20 Prozent des Preises – und auch nur für die zweite, nicht mehr erfolgte Übernachtung.

Zunächst gingen die Eltern von einem Magen-Darm-Virus aus. Einige Tage später bekam die Familie dann Besuch von Markus’ Bruder Torben. Als dieser die restlichen Kokosmakrönchen entdeckte, die die Familie aus dem Hotel mitgenommen hatte, bediente er sich. Kaum hineingebissen, spuckte er die Süßigkeit in hohem Bogen wieder aus. Die Grünfärbung des Inhalts war nicht – wie von der Familie vermutet – auf Pistazien zurückzuführen, sondern die Folge eines extremen Schimmelbefalls der Kokosmasse.

Nun war die wahre Ursache für das vorzeitige Urlaubsende der Familie gefunden. Markus M. rief in dem Hotel an, schilderte den Sachverhalt und verlangte das restliche Geld für beide Übernachtungen zurück. Die Hoteldirektion wies den Anspruch zurück mit dem Hinweis, dass die Ursache der Erkrankung woanders liegen müsse, da die Kokosmakronen nur wenige Tage zuvor in einer lokalen Konditorei erworben worden seien. Allenfalls solle sich der Familienvater an diese Konditorei wenden. Als er dort anrief, wurde er relativ unsanft abgekanzelt mit dem Hinweis, es habe noch nie solche Beschwerden gegeben und da könne ja jeder kommen und so etwas behaupten …

In seiner Verzweiflung wandte sich Markus M. an die ROLAND-Hotline. Von dort aus wurde er mit einem Rechtsanwaltsmediator verbunden. Dieser konnte in einem Telefonat mit dem Regionalleiter der Hotelkette erreichen, dass der Familie zwar nicht der restliche Reisepreis erstattet, jedoch ein Reisegutschein in ähnlicher Höhe ausgestellt wurde, mit dem sie in jedem beliebigen Hotel der Kette einen Kurzurlaub verbringen konnten. Familie M. entschied sich für ein Wochenende an der holländischen Küste – wo sie statt schimmeliger Plätzchen knusprige Pommes und backfrische Poffertjes erwarteten!

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Auch wenn Julia mal wieder von Dingen der Unmöglichkeit träumt, hält sie im Büro das Gleichgewicht. Grund dafür ist vermutlich ihre äußerst ausgewogene Ernährung, für die ihre Kollegen sorgen.

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