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CORONA-QUARANTÄNE OHNE LOHN UND BROT?

Tatjana W. arbeitet als gelernte Call-Center-Agentin bei einem renommierten Versicherer. Ursprünglich stammt sie aus dem Kreis Heinsberg, wo in Nordrhein-Westfalen die ersten Corona-Fälle auftraten. Kurz nach Bekanntwerden der ersten Fälle besuchte sie ihre Eltern in der Heimat, um mit ihnen gemeinsam abendzuessen.

Die Eltern waren kerngesund und hatten auch keinerlei Kontakt zu Personen, die im Verdacht standen, infiziert zu sein. Am nächsten Tag berichtete sie im Büro vom Besuch bei ihren Eltern, was bei ihrer Chefin großes Entsetzen auslöste. Die Vorgesetzte schickte sie sofort nach Hause und ordnete an, dass sich Tatjana W. für die nächsten zwei Wochen nicht im Büro blicken lassen dürfe.

Ein Anruf bei der Personalabteilung am Folgetag sorgte dann bei der jungen Frau für blankes Entsetzen: Ihr wurde mitgeteilt, dass sie ohne Lohnfortzahlung von der Arbeit freigestellt sei, weil sie sich und das Unternehmen vorsätzlich in Gefahr gebracht habe. Auf die Frage, ob sie nicht wenigstens bezahlten Urlaub nehmen könne, gab es ein klares Nein. Der Grund: Aufgrund der Corona-Krise gebe es aktuell eine Urlaubssperre.

Tatjana W., die auf ihren vollständigen Lohn angewiesen ist, wandte sich in ihrer Verzweiflung an die ROLAND-Hotline. Von dort wurde sie direkt mit einem Rechtsanwaltsmediator verbunden. Dieser konnte in einem Telefonat mit dem Personalleiter der Firma erwirken, dass es zwar bei der 14-tägigen Freistellung blieb, jedoch der Lohn normal weitergezahlt wurde. Und Urlaubstage musste sie dafür auch nicht opfern!

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Auch wenn Julia mal wieder von Dingen der Unmöglichkeit träumt, hält sie im Büro das Gleichgewicht. Grund dafür ist vermutlich ihre äußerst ausgewogene Ernährung, für die ihre Kollegen sorgen.

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