Julia

Surfen, shoppen, streamen: Deutsche zeigen sich risikobewusst

Gerade die jüngsten Hackerangriffe auf Daten von Politikern und Prominenten haben auch in meinem Bekanntenkreis wieder einmal zu großen Diskussionen über die Sicherheit persönlicher Daten geführt. Ein Nachbar erzählte mir in dem Zusammenhang, dass er inzwischen jede Art von Online-Shopping verweigert, weil er sich um die Sicherheit seiner Daten sorgt. Gut, das käme jetzt für mich persönlich nicht infrage, aber auch ich bin eher skeptisch und ziemlich vorsichtig, welche Infos ich online preisgebe. Wir in der Redaktion haben uns vor diesem Hintergrund gefragt: Wie besorgt sind die Deutschen um die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten? Und wie hoch ist der Anteil derer, die selbst Opfer einer Online-Attacke geworden sind? Um Antworten zu erhalten, haben wir eine repräsentative YouGov-Umfrage in Auftrag gegeben – mit spannenden Ergebnissen!

Große Angst vor Datenklau

Gehackte Online-Shopping-Accounts, Phishing-Mails, Fakeshops: Die Liste potenzieller Cybergefahren lässt sich beliebig erweitern – schließlich lässt sich der Hacker von Welt immer wieder neue Maschen einfallen, um an Zugangs- oder Bankdaten zu gelangen und damit Schindluder zu treiben. Laut unserer Umfrage schätzen 59 Prozent der Deutschen das Risiko hoch ein, dass ihre persönlichen Daten ausgespäht werden.

Doch welche konkreten Gefahren befürchten die Internetuser? Mehr als jeder Zweite (51 Prozent) sieht ein hohes Risiko darin, dass ein persönlicher Account in sozialen Netzwerken oder der eigene E-Mail-Account gehackt wird. Fast genauso viele (48 Prozent) machen sich große Sorgen um die Sicherheit ihres Online-Shopping-Accounts (eBay, Amazon). 46 Prozent befürchten zudem, dass Daten von ihrem PC oder Smartphone in öffentlichen WLAN-Netzwerken ausgelesen werden könnten.

Frauen besorgter als Männer, Eltern ängstlicher als Kinderlose

Frauen schätzen die Cyberrisiken tendenziell höher ein als die männlichen Befragten. Die größte Sorge gilt hier dem Online-Shopping: Jede zweite Frau (50 Prozent) sieht ein hohes oder sehr hohes Risiko darin, dass der eigene Account oder der eines Familienmitglieds gehackt wird (Männer: 45 Prozent). Ebenfalls oben auf der Liste: die Gefahr, auf einen Fakeshop hereinzufallen. 44 Prozent der Frauen schätzen dieses Risiko hoch oder sehr hoch ein, unter den Männern nur 41 Prozent.

Ebenso zeigt sich, dass die familiäre Situation Einfluss auf die Einschätzung der Risiken hat: 54 Prozent der befragten Eltern sehen im Internet eine hohe oder sehr hohe Gefährdung von Kindern und Jugendlichen und befürchten, dass diese auf gewalttätige oder pornografische Inhalte zugreifen könnten. Unter den Kinderlosen erachten nur 37 Prozent dieses Risiko als hoch.

Jüngere befürchten unbeabsichtigte Urheberrechtsverletzungen

Auch die Altersstruktur spielt bei der Einschätzung spezifischer Risiken eine Rolle: Gerade bei der Frage nach Urheberrechtsverletzungen zeigten sich – vermutlich bedingt durch das altersgemäße Nutzungsverhalten – deutliche Unterschiede: Fast jeder zweite Befragte zwischen 18 und 24 schätzt das Risiko hoch ein, dass er oder ein Familienmitglied durch das Downloaden von Musik, Videos oder Bildern unbeabsichtigt eine Urheberrechtsverletzung begehen könnte. Mit zunehmendem Alter sinkt diese Befürchtung deutlich: Von den über 55-Jährigen schätzen nur noch 30 Prozent das Risiko hoch ein, dass sie oder einer ihrer Familienmitglieder diesem Risiko zum Opfer fallen könnte.

Weniger Sorgen machen sich die jüngeren Befragten hingegen bei der Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke: Nur 40 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sehen ein hohes Risiko darin, dass Daten von ihrem PC oder Smartphone an öffentlichen Hotspots ausgelesen werden könnten. Unter den älteren Befragten ist es knapp jeder Zweite (47– 49 Prozent), der die Gefahr hoch einschätzt.

Fast jeder Dritte hat bereits persönliche Erfahrungen mit Internetrisiken gemacht

Fast jeder fünfte Befragte (19 Prozent) ist selbst schon einmal Opfer eines der genannten Risiken geworden. Weitere 12 Prozent gaben an, dass eines ihrer Familienmitglieder schon einmal von Cyberattacken betroffen war. Somit können über 30 Prozent persönliche Erfahrungen mit dem Thema vorweisen. Fast jeder Zweite (48 Prozent) der Betroffenen hat sich gegen einen Angriff schon einmal rechtlich zur Wehr gesetzt, fünf Prozent haben es zumindest vor.

Die Umfrage zeigt: Die Deutschen sind sich der Risiken im Online-Bereich durchaus bewusst,  weshalb auch die Nachfrage nach einer entsprechenden Absicherung steigt. „Wir haben festgestellt, dass Verbrauchern Online-Sicherheit immer wichtiger wird“, erzählte mir Frank Feist, Vorstand der ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG. „Deshalb bieten wir mit ROLAND WebSecure einen umfassenden Schutzbrief, der viele Cyberrisiken abdeckt.“ So weist der Online-Schutz-Radar den Nutzer auf einen Missbrauch seiner personenbezogenen Daten hin wie zum Beispiel von Kreditkarten oder Social-Media-Konten. Inhaber des Schutzbriefs können zudem veranlassen, dass rufschädigende Inhalte gelöscht werden und der Verantwortliche abgemahnt wird. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, Fragen rund um das Thema Datenschutz mithilfe einer telefonischen Rechtsberatung zuverlässig zu klären.

Ihr wollt Euch auch schützen? Weitere Infos gibt’s hier.